Familienzentren in der Schweiz

Bestandesaufnahme zu den Familienzentren in der Deutschschweiz

Der Bericht „Familienzentren in der Deutschschweiz – eine Bestandesaufnahme“ stammt aus dem Jahr 2018 und basiert auf einer Erhebung aus dem Jahr 2017 . Er untersucht Organisation, Angebote, Zielgruppen, Finanzierung und Vernetzung von Familienzentren in der Deutschschweiz.

Ziel ist es, einen systematischen Überblick über bestehende Familienzentren zu geben und aufzuzeigen, unter welchen Rahmenbedingungen Familien – insbesondere mit Kindern von 0 bis 4 Jahren – frühzeitig erreicht und unterstützt werden können.
Befragt wurden 121 potenzielle Einrichtungen, wovon sich 59 Trägerschaften an der Online-Umfrage beteiligten.
Die Ergebnisse zeigen eine kontinuierliche Zunahme von Familienzentren in den letzten 30 Jahren, verteilt auf städtische, ländliche und gemischte Räume.

Familienzentren richten sich überwiegend an Familien mit kleinen Kindern und erfüllen eine wichtige Integrationsfunktion, insbesondere für Migrationsfamilien. Das Angebotsspektrum ist breit und umfasst Begegnung, Beratung, Bildung, Dienstleistungen und Informationsvermittlung.

Viele Familienzentren arbeiten mit einer Kombination aus professioneller Leitung und ehrenamtlichem Engagement.
Die Finanzierung ist häufig fragmentiert und bei einem Teil der Zentren nur kurzfristig gesichert. Der Bericht betont abschliessend die Bedeutung von Vernetzung, Sichtbarmachung der Wirkung und langfristiger finanzieller Absicherung für die nachhaltige Weiterentwicklung von Familienzentren.

Bestandesaufnahme zu Eltern-Kind-Treffpunkten in der Romandie

Die Bestandesaufnahme zu den Eltern-Kind-Treffpunkten (ERPE) in der Romandie stammt aus dem Jahr 2025 und basiert auf einer Erhebung aus dem Jahr 2024. Sie zeigt ein stark wachsendes Angebot, einen hohen fachlichen Standard und eine grosse Vielfalt an Dienstleistungen. Die ERPE sind für Familien mit jungen Kindern gut erreichbare Orte, an denen sie sich treffen, Unterstützung finden und austauschen können.

Bislang fehlte ein Überblick über Angebote, Arbeitsweisen und Bedürfnisse der ERPE in der Romandie. Die Bestandesaufnahme des Programms MegaMarieplus liefert erstmals einen systematischen Überblick über Strukturen, Arbeitsweisen und Bedürfnisse der ERPE in der Westschweiz und ergänzt die frühere Erhebung zu den Familienzentren in der Deutschschweiz. Viele ERPE wünschen sich mehr Austausch und eine bessere Vernetzung untereinander sowie mit anderen Angeboten für die frühe Kindheit.